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Heizöl · Verbrauch

Heizölverbrauch berechnen

Wie viel Heizöl braucht Ihr Haus im Jahr? Aus Wohnfläche, Baustandard und Personenzahl ergibt sich der Verbrauch in Litern — mit Tabelle zum Nachschlagen und Liter-in-kWh-Umrechnung.

Faustwert
10–15 l/m²·a
EFH 140 m²
~2.650 l/Jahr
1 Liter
9,8 kWh
3.000 l
29.400 kWh

Als Faustwert braucht ein durchschnittlich gedämmtes Haus 10 bis 15 Liter Heizöl je Quadratmeter und Jahr. Für ein Einfamilienhaus mit 140 m² sind das rund 2.650 Liter inklusive Warmwasser. Entscheidend ist der energetische Zustand: Zwischen unsaniertem Altbau und Neubau liegt beim gleichen Haus ein Faktor von fast drei.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Formel: Liter = (Fläche × kWh/m²·a + Warmwasser) ÷ Wirkungsgrad ÷ 9,8
  • Unsaniert 20–25 l/m², saniert ~11 l/m², Neubau ~7 l/m²
  • Warmwasser: rund 800 kWh je Person und Jahr, also etwa 90 Liter Heizöl
  • Umrechnung: 1 Liter = 9,8 kWh Heizwert bzw. 10,6 kWh Brennwert

Heizölverbrauch berechnen

Wohnfläche, Baustandard und Personenzahl eingeben — der Rechner schätzt den Jahresverbrauch in Litern, die Kosten und rechnet den Energieinhalt in Kilowattstunden um.

€/l
Heizölverbrauch pro Jahr 2.653 Liter rund 221 l pro Monat
Kosten pro Jahr 2.786 bei 1,05 € je Liter
Wärmebedarf 23.400 kWh Heizung 21.000 + Warmwasser 2.400
Verbrauch je m² 19,0 l/m² 150 kWh/m²·a Heizwärme

So wird gerechnet: Wärmebedarf = Fläche × kWh/m²·a + Personen × 800 kWh. Liter = Wärmebedarf ÷ Wirkungsgrad (90 %) ÷ 9,8 kWh je Liter. Der Wirkungsgrad bildet die Verluste des Kessels ab — ein alter Konstanttemperaturkessel liegt eher bei 80 %, ein Brennwertgerät über 95 %.

Heizöl in kWh umrechnen

Wie viele Kilowattstunden stecken in Ihrer Tankfüllung? Ein Liter Heizöl EL entspricht 9,8 kWh Heizwert beziehungsweise 10,6 kWh Brennwert.

Brennwert 31.800 kWh
Gängige Tankmengen in Kilowattstunden
Liter HeizölkWh (Heizwert)kWh (Brennwert)
500 l4.9005.300
1.000 l9.80010.600
1.500 l14.70015.900
2.000 l19.60021.200
3.000 l29.40031.800
3.500 l34.30037.100
5.000 l49.00053.000

Heizölverbrauch-Tabelle nach Wohnfläche

Jahresverbrauch in Litern, inklusive Warmwasser für drei Personen und bei 90 Prozent Anlagenwirkungsgrad. Zum Nachschlagen ohne Rechnen:

Heizölverbrauch pro Jahr in Litern, nach Wohnfläche und Baustandard
Wohnfläche Unsaniert
220 kWh/m²
Teilsaniert
150 kWh/m²
Saniert
100 kWh/m²
Neubau
60 kWh/m²
Effizienzhaus 55 / KfW
35 kWh/m²
Passivhaus
15 kWh/m²
80 m² 2.270 l1.630 l1.180 l820 l590 l410 l
100 m² 2.770 l1.970 l1.410 l950 l670 l440 l
120 m² 3.270 l2.310 l1.630 l1.090 l750 l480 l
140 m² 3.760 l2.650 l1.860 l1.220 l830 l510 l
160 m² 4.260 l2.990 l2.090 l1.360 l910 l540 l
200 m² 5.260 l3.670 l2.540 l1.630 l1.070 l610 l

Richtwert, keine Abrechnung Die Werte beruhen auf typischen Kennzahlen je Baustandard. Nutzerverhalten, Lage, Ausrichtung und Anlagenzustand verschieben den realen Verbrauch um ±30 Prozent. Für Ihren eigenen Wert ist die letzte Jahresabrechnung die verlässlichste Quelle.

Was den Verbrauch am stärksten beeinflusst

Dämmstandard

Der größte Hebel. Ein unsanierter Altbau verliert Wärme über Fassade, Dach, Fenster und Kellerdecke; sein spezifischer Bedarf liegt bei 200 bis 250 kWh je Quadratmeter. Nach einer Vollsanierung sind 100 kWh realistisch, im Neubaustandard 60 — bei gleicher Wohnfläche also weniger als ein Drittel des Verbrauchs.

Wirkungsgrad der Anlage

Ein Konstanttemperaturkessel aus den 1980er-Jahren nutzt etwa 75 bis 80 Prozent der eingekauften Energie, ein moderner Öl-Brennwertkessel über 95 Prozent. Allein der Kesseltausch senkt den Verbrauch daher um 10 bis 15 Prozent, ohne dass sich am Gebäude etwas ändert.

Warmwasser und Nutzerverhalten

Warmwasser schlägt mit rund 800 kWh je Person und Jahr zu Buche — etwa 90 Liter Heizöl. In gut gedämmten Häusern kann der Warmwasseranteil ein Viertel des Gesamtverbrauchs erreichen. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart zusätzlich rund 6 Prozent.

Verbrauch senken: was sich wirklich lohnt

Maßnahmen und typische Einsparung beim Heizölverbrauch
MaßnahmeEinsparungAufwand
Raumtemperatur 1 °C senken~6 %kostenlos
Heizkörper entlüften2–5 %kostenlos
Nachtabsenkung einstellen3–8 %gering
Hydraulischer Abgleich5–15 %Fachbetrieb
Kesseltausch auf Brennwerttechnik10–15 %Investition
Dachdämmung15–20 %Investition
Fassadendämmung20–30 %hohe Investition

Lohnt der Wechsel auf einen anderen Brennstoff?

Heizöl liegt beim Preis je Kilowattstunde meist über Erdgas und Pellets und bei den CO₂-Emissionen mit 318 g/kWh am höchsten. Ob sich ein Wechsel rechnet, hängt an Ihren Preisen und der nötigen Investition — der Brennstoff-Vergleich stellt alle Optionen mit Ihren eigenen Zahlen gegenüber. Die technischen Kennwerte stehen unter Heizwert Heizöl, Gas und Pellets.

Häufige Fragen zum Heizölverbrauch

Wie berechnet man den Heizölverbrauch?

Multiplizieren Sie die beheizte Wohnfläche mit dem spezifischen Wärmebedarf Ihres Gebäudes (unsaniert rund 220, teilsaniert 150, saniert 100, Neubau 60 kWh je m² und Jahr) und addieren rund 800 kWh je Person für Warmwasser. Diese Summe teilen Sie durch den Wirkungsgrad der Anlage (etwa 0,9) und dann durch 9,8 kWh je Liter Heizöl.

Wie viel Heizöl verbraucht ein Einfamilienhaus?

Ein typisches Einfamilienhaus mit 140 m² braucht je nach Zustand zwischen 1.200 und 3.800 Litern Heizöl pro Jahr. Teilsaniert (150 kWh/m²·a) sind es rund 2.650 Liter, saniert etwa 1.840 Liter und im Neubaustandard nur noch etwa 1.220 Liter — jeweils inklusive Warmwasser für drei Personen.

Wie viel Heizöl pro Quadratmeter ist normal?

Als Faustwert gelten 10 bis 15 Liter je Quadratmeter und Jahr für ein durchschnittlich gedämmtes Haus. Unsanierte Altbauten kommen auf 20 bis 25 Liter, sanierte Gebäude auf etwa 11 und Neubauten auf 7 Liter oder weniger. Liegt Ihr Verbrauch deutlich über 20 Litern je Quadratmeter, lohnt eine Prüfung von Dämmung und Kessel.

Wie viel kWh sind 3.000 Liter Heizöl?

3.000 Liter Heizöl EL entsprechen rund 29.400 Kilowattstunden Heizwert beziehungsweise etwa 31.800 kWh Brennwert. Als Rechenregel: Liter × 9,8 ergibt den Heizwert in kWh, Liter × 10,6 den Brennwert.

Wie viel Heizöl verbraucht man pro Tag?

Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 Litern sind es im Mittel knapp 7 Liter pro Tag — verteilt sich aber sehr ungleich: In der Heizperiode von Oktober bis April fallen über 90 Prozent des Verbrauchs an, an kalten Wintertagen können es 15 bis 20 Liter sein, im Sommer nur der Warmwasseranteil von unter einem Liter.

Wie kann man den Heizölverbrauch senken?

Am wirksamsten sind Dämmung und ein hydraulischer Abgleich. Kurzfristig helfen: Raumtemperatur um 1 °C senken (rund 6 Prozent Einsparung), Heizkörper entlüften, Nachtabsenkung nutzen, Thermostate erneuern und den Kessel regelmäßig warten lassen. Der Wechsel von einem alten Konstanttemperaturkessel auf Brennwerttechnik bringt zusätzlich 10 bis 15 Prozent.