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Brennstoff · Holz

Heizwert Holz

Buche, Eiche, Fichte — jede Holzart bringt einen anderen Energiegehalt, und die Restfeuchte entscheidet mit. Hier stehen die geprüften Werte je Kilogramm und je Raummeter, dazu ein Rechner, der die Feuchte ehrlich einbezieht.

Buche je rm
2.100 kWh
Buche je kg
4,0 kWh
Heizöl-Äquiv.
210 l/rm
CO₂
25 g/kWh

Der Heizwert von Holz liegt lufttrocken bei rund 4,0 kWh je Kilogramm. Weil aber nicht nach Gewicht, sondern nach Volumen gehandelt wird, zählt die zweite Zahl: Ein Raummeter Buche liefert etwa 2.100 kWh, ein Raummeter Fichte nur rund 1.600 kWh. Der Unterschied liegt nicht am Energiegehalt des Holzes selbst, sondern an der Dichte — schweres Holz bringt mehr Masse in denselben Raummeter.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Pro Kilogramm sind alle Holzarten ähnlich (4,0–4,4 kWh) — Nadelholz minimal höher durch Harz.
  • Pro Raummeter gewinnt schweres Laubholz klar: Buche und Eiche mit rund 2.100 kWh.
  • Die Restfeuchte ist der größte Hebel: frisches Holz liefert nur die halbe Energie.
  • Faustregel: 1 Raummeter Buche ≈ 210 Liter Heizöl ≈ 210 m³ Erdgas.

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Sechs gespaltene Scheite verschiedener Holzarten nebeneinander mit unterschiedlicher Rinde und Maserung
Jede Holzart bringt eine andere Dichte mit — und genau daran hängt der Energiegehalt je Raummeter, nicht am Heizwert je Kilogramm.

Heizwert der Holzarten im Überblick

Alle Werte bei 20 % Wassergehalt (lufttrocken). Sortiert nach Energiegehalt je Raummeter — der Zahl, die beim Brennholzkauf zählt.

Heizwert von Scheitholz je Kilogramm und je Raummeter bei 20 % Wassergehalt
Holzart Typ kWh/kg kWh/Raummeter Dichte kg/m³ Brenndauer
Robinie Laubholz 4,10 2.200 613 lang
Esche Laubholz 4,10 2.100 585 lang
Buche Laubholz 4,00 2.100 600 lang
Eiche Laubholz 4,20 2.100 571 lang
Birke Laubholz 4,30 1.900 505 mittel
Lärche Nadelholz 4,40 1.750 455 mittel
Kiefer Nadelholz 4,40 1.700 442 kurz
Fichte Nadelholz 4,50 1.600 406 kurz
Tanne Nadelholz 4,40 1.500 390 kurz
Pappel Laubholz 4,10 1.300 362 kurz

Woher die Zahlen kommen kWh/kg = darrtrockener Heizwert, abzüglich der Verdampfungsverluste bei 20 % Feuchte. kWh/Raummeter = dieser Wert × Rohdichte × 0,7 (Umrechnung Festmeter → Raummeter). Genau diese Rechnung führt der Rechner unten für beliebige Feuchte und Menge aus.

Holz-Rechner: Raummeter in kWh umrechnen

Wählen Sie Holzart, Menge und Restfeuchte — der Rechner zeigt sofort den Energiegehalt, das Gewicht und wie viel Heizöl dieselbe Wärme bräuchte.

Energiegehalt 2.109 kWh bei 80 % Wirkungsgrad nutzbar: 1.687 kWh
Gewicht 512 kg Heizwert 4,12 kWh/kg
entspricht Heizöl 211 Liter oder 430 kg Pellets
Volumen 1,00 rm 0,70 fm · 1,75 srm

So wird gerechnet: Heizwert bei Feuchte = Hu,darr × (1 − w) − 0,68 × w  ·  Energie = Volumen × Rohdichte × Heizwert. Der Abzug von 0,68 kWh je Kilogramm Wasser ist die Energie, die zum Verdampfen der Restfeuchte verloren geht.

Heizwert oder Brennwert — beim Holz zählt der Heizwert

Der Heizwert (Hu) ist die Wärme, die bei der Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf des Abgases steckende Kondensationswärme. Der Brennwert (Ho) zählt diese mit und liegt deshalb etwa 8 Prozent höher. Bei Holz wird praktisch immer mit dem Heizwert gerechnet: Ein Holzofen lässt das Abgas warm entweichen und nutzt die Kondensationswärme gar nicht — anders als ein Gas-Brennwertkessel. Wer Holz mit Gas vergleicht, muss deshalb aufpassen, nicht Heizwert gegen Brennwert zu stellen. Der Brennstoff-Vergleich nimmt beiden Größen diese Falle ab.

Der Wassergehalt entscheidet über die halbe Energie

Kein anderer Faktor verändert den Heizwert von Holz so stark wie die Feuchte. Frisch geschlagenes Holz enthält rund 50 % Wasser; beim Verbrennen muss dieses zuerst verdampft werden, und die dafür nötige Energie fehlt als Wärme. Erst nach ein bis zwei Jahren luftiger Lagerung sinkt der Wassergehalt auf 15–20 %, und der Heizwert erreicht sein volles Niveau. Die Formel dahinter ist einfach:

Feuchte-Formel Hu(w) = Hu,darr × (1 − w) − 0,68 × w   — mit w = Wassergehalt als Anteil. Der zweite Term ist der Verdampfungsverlust von 0,68 kWh je Kilogramm Wasser.

Seit der 1. BImSchV darf in Deutschland ohnehin nur Brennholz mit unter 25 % Wassergehalt verfeuert werden — nicht nur aus Effizienz-, sondern auch aus Emissionsgründen: Feuchtes Holz qualmt, rußt und belastet die Luft mit Feinstaub.

Hartholz oder Weichholz?

Die schweren Laubhölzer Robinie, Esche, Buche brennen ruhig, lange und mit gleichmäßiger Glut — ideal für Kaminöfen und Grundöfen. Die leichteren Nadelhölzer Lärche, Kiefer, Fichte, Tanne zünden schneller und eignen sich gut zum Anheizen, neigen wegen ihres Harzes aber zu Funkenflug und gehören daher in geschlossene Öfen. Der beste Kompromiss für die meisten Haushalte ist Robinie: Höchste Dichte der heimischen Arten, sehr hoher Energiegehalt je Raummeter.

Holz als CO₂-armer Brennstoff

Holz gilt als weitgehend CO₂-neutral, weil beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid frei wird, wie der Baum zuvor gebunden hat. Rechnet man Ernte, Trocknung und Transport hinzu, bleiben rund 25 g CO₂ je kWh — gegenüber etwa 247 g bei Erdgas und 318 g bei Heizöl. Entscheidend ist eine saubere, heiße Verbrennung von trockenem Holz; nur so bleibt der Feinstaubausstoß niedrig.

Fazit

Wer Brennholz kauft, sollte auf zwei Dinge achten: eine schwere Laubholzart wie Buche oder Eiche für den höchsten Energiegehalt je Raummeter — und trockenes Holz mit unter 20 % Restfeuchte, weil das über die tatsächlich nutzbare Wärme entscheidet. Den genauen Energiegehalt Ihrer Holzmenge rechnet der Rechner oben aus, die Kosten im Vergleich zu Öl und Gas der Heizkosten-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel kWh hat ein Raummeter Holz?

Ein Raummeter lufttrockene Buche (rund 20 % Wassergehalt) liefert etwa 2.100 kWh, das entspricht ungefähr 210 Litern Heizöl. Leichtere Hölzer wie Fichte kommen auf rund 1.600 kWh je Raummeter, weil ein Raummeter davon schlicht weniger Holzmasse enthält.

Welches Holz hat den höchsten Heizwert?

Pro Kilogramm liegen Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer mit rund 4,4–4,5 kWh knapp vorn, weil ihr Harz viel Energie enthält. Pro Raummeter dagegen gewinnen die schweren Laubhölzer Buche, Eiche und Robinie mit etwa 2.100 kWh deutlich — und danach kauft man Brennholz üblicherweise ein.

Warum sinkt der Heizwert bei feuchtem Holz?

Weil ein Teil der Verbrennungsenergie verbraucht wird, um das eingelagerte Wasser zu verdampfen, statt den Raum zu heizen. Frisch geschlagenes Holz mit 50 % Wassergehalt liefert nur gut die Hälfte der Energie von lufttrockenem Holz. Pro Kilogramm Wasser gehen rund 0,68 kWh verloren — genau diesen Abzug rechnet der Rechner oben mit.

Wie trocken muss Brennholz sein?

Die 1. BImSchV erlaubt in Deutschland nur Brennholz mit unter 25 % Wassergehalt. Sinnvoll sind 15–20 %, erreicht durch zwei Jahre luftige Lagerung an einem sonnigen, regengeschützten Ort. Trockenes Holz heizt nicht nur besser, es rußt und qualmt auch deutlich weniger.