Heizkosten-Rechner: Verbrauch und Kosten pro Jahr
Wie viel Energie ein Haus im Jahr braucht, hängt vor allem an zwei Zahlen: der beheizten Fläche und dem Dämmzustand. Alles Weitere folgt daraus — vom Raummeter Scheitholz bis zur Kilowattstunde Strom für die Wärmepumpe.
Tragen Sie Ihre Werte ein
| Energieträger | Menge/Jahr | Kosten/Jahr | CO₂/Jahr in Kilogramm, gerechnet aus der Endenergie |
|---|---|---|---|
| Hackschnitzel (W30) | 22,6 Schüttraummeter | 725 € | 399 kg |
| Scheitholz (Buche, lufttrocken) | 9,2 Raummeter | 1.008 € | 481 kg |
| Flüssiggas (Propan) | 1.270 kg | 1.460 € | 4.440 kg |
| Erdgas H | 1.559 m³ | 1.590 € | 4.004 kg |
| Holzpellets (ENplus A1) | 3,5 Tonne | 1.622 € | 462 kg |
| Erdgas L | 1.801 m³ | 1.657 € | 4.004 kg |
| Wärmepumpe Luft/Wasser | 4.529 kWh Strom | 1.676 € | 1.839 kg |
| Heizöl EL | 1.674 Liter | 2.867 € | 5.323 kg |
| Wasserstoff | 514 kg | 4.882 € | 0 kg |
Richtwert, keine Abrechnung Der spezifische Bedarf (kWh je m² und Jahr) ist ein Erfahrungswert für den jeweiligen Baustandard; Nutzerverhalten, Lage und Anlage können ihn um ±30 % verschieben.
Wie gerechnet wird
Kosten = (Wärmebedarf ÷ Wirkungsgrad) ÷ Heizwert × Preis. CO₂ = Emissionsfaktor × Endenergie, also einschließlich der Kesselverluste; je Kilowattstunde Wärme entspricht das Faktor ÷ Wirkungsgrad.
Für die Wärmepumpe gilt dieselbe Formel eine Stufe weiter: Strom hat keinen Heizwert, eine Kilowattstunde Strom ist eine Kilowattstunde Endenergie — an die Stelle des Wirkungsgrads tritt die Jahresarbeitszahl, und aus der Formel wird Wärmebedarf ÷ JAZ × Strompreis. In der Spalte „Menge/Jahr“ steht dort folglich der Jahresstrombedarf in Kilowattstunden, nicht eine Liefermenge.
Woher die Preise kommen
Alle Preise brutto (inkl. MwSt.): Pellets Stand Oktober 2026 (DEPV), Heizöl Oktober 2026 (Weekly Oil Bulletin), die übrigen Brennstoffe Richtwerte Stand Juli 2026 — im Brennstoff-Vergleich anpassbar.
Woher die Zahlen der Wärmepumpen-Zeile kommen
Strom hat keinen Heizwert: 1 kWh Strom ist Endenergie, die Jahresarbeitszahl sagt, wie viel Wärme daraus wird. JAZ 3,4 als Feldmesswert (Einzelwerte 2,6–4,9), gemessen als Erzeugerarbeitszahl — die tatsächliche Jahresstromrechnung liegt wegen Speicher- und Verteilverlusten darüber. Gerechnet wird mit 37,0 ct je Kilowattstunde Haushaltsstrom (BDEW-Strompreisanalyse 08/2026, Stand August 2026) — ein Stichtagswert aus einer Erhebung und ausdrücklich kein laufend abgerufener Tagespreis. Die Arbeitszahl ist ein Feldmesswert: Fraunhofer ISE, Abschlussbericht „WP-QS im Bestand“, Kap. 5.3.1 — Erzeugerarbeitszahl (Bilanzgrenze 3: ohne Speicher- und Verteilverluste, ohne Heizkreispumpen), Stand November 2025 ; 49 ausgewertete Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern (55 vermessen), Messung im 30-Sekunden-Takt, Hauptauswertungsjahr 2024.
Der CO₂-Wert entsteht aus dem Emissionsfaktor des deutschen Strommix (406 g je Kilowattstunde Strom, Stand 2025 (vorläufig), veröffentlicht März 2026) und der Jahresstrommenge der Zeile. Je Kilowattstunde Wärme sind das 119 g — Strommix geteilt durch dieselbe Arbeitszahl. Anders als die Preise lässt sich die Arbeitszahl hier nicht überschreiben — wer mit einem Wärmepumpentarif, einer Sole/Wasser-Anlage oder seiner eigenen gemessenen JAZ rechnen will, nutzt den Brennstoff-Vergleich oder die Seite Strom und Wärmepumpe.
Vom Wärmebedarf zur Rechnung
Der Nutzwärmebedarf ist die Wärme, die tatsächlich im Wohnraum ankommen soll. Weil jede Heizung Verluste hat, muss mehr Energie eingekauft werden, als am Ende Wärme wird: Diese Endenergie ergibt sich, indem man den Nutzbedarf durch den Wirkungsgrad teilt. Aus der Endenergie und dem Heizwert des Brennstoffs folgt die Menge — Raummeter Holz, Tonnen Pellets, Liter Öl — und mit dem Preis schließlich die Jahreskosten.
Dieselbe Endenergie trägt auch die CO₂-Spalte: Emittiert wird, was eingekauft und verbrannt wird, die Verluste der Anlage gehören dazu. Die Emissionsfaktoren gelten deshalb je Kilowattstunde eingekaufter Energie, und die Jahresmenge ist Faktor × Endenergie. Beispiel Heizöl: 318 g je Kilowattstunde Heizöl ergeben bei 92 % Nutzungsgrad 346 g je Kilowattstunde Wärme. Alle Werte je Kilowattstunde Wärme stehen auf der Seite Strom und Wärmepumpe.
Für die Wärmepumpe fällt ein Schritt weg und ein anderer tritt an seine Stelle: Strom hat keinen Heizwert, eine Kilowattstunde Strom ist Endenergie. Wie viel Wärme daraus wird, sagt die Jahresarbeitszahl — sie sitzt in der Rechnung an der Stelle des Wirkungsgrads, und die Mengenspalte zeigt deshalb Kilowattstunden Strom statt einer Liefermenge.
Wollen Sie mit eigenen Preisen rechnen oder die Arbeitszahl Ihrer eigenen Anlage einsetzen, nutzen Sie den Brennstoff-Vergleich; er teilt sich die Datenbasis mit diesem Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel kWh verbraucht ein Haus pro Jahr?
Als Faustwert: unsaniert 200–250 kWh je m² und Jahr, saniert rund 100, ein Neubau nach GEG etwa 60 und ein Effizienzhaus 55 nur noch rund 35 kWh/m². Für 130 m² saniert ergibt das etwa 13.000 kWh Heizwärme plus Warmwasser. Der Rechner rechnet das für Ihren Fall aus.
Ist Warmwasser im Verbrauch enthalten?
Der Rechner trennt beides: Die Heizwärme ergibt sich aus Fläche und Dämmstandard, das Warmwasser aus der Personenzahl (rund 800 kWh je Person und Jahr). So sehen Sie, welchen Anteil das Duschen tatsächlich hat — bei gut gedämmten Häusern ist er größer als viele denken.
Worauf bezieht sich der CO₂-Wert in der Tabelle?
Die Spalte zeigt Kilogramm im Jahr, gerechnet aus der Endenergie — also aus der Menge, die eingekauft und verbrannt wird, einschließlich der Verluste des Kessels. Die Emissionsfaktoren gelten je Kilowattstunde eingekaufter Energie (Verbrennung plus Vorkette), bei der Wärmepumpe je Kilowattstunde Strom. Heizöl trägt 318 g je Kilowattstunde Heizöl; je Kilowattstunde Wärme sind es bei 92 % Nutzungsgrad 346 g. Wer CO₂ je Kilowattstunde Wärme vergleichen will, findet diese Werte auf der Seite Strom und Wärmepumpe.
Wie genau ist die Schätzung?
Sie liefert die richtige Größenordnung, keine Abrechnung. Der spezifische Bedarf je m² ist ein Erfahrungswert für den Baustandard; Nutzerverhalten, Lage, Ausrichtung und der konkrete Anlagenzustand können ihn um ±30 % verschieben. Für die genaue Zahl hilft nur die letzte Jahresabrechnung.