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Brennstoff-Vergleich: Was kostet die Kilowattstunde?

Am billigsten heizt selten der Energieträger, dessen Sack oder Liter am wenigsten kostet. Entscheidend ist der Preis je nutzbarer Kilowattstunde — nach Abzug der Verluste im Kessel, bei der Wärmepumpe nach Teilung durch die Jahresarbeitszahl. Die Tabelle stellt 9 Energieträger gegenüber und sortiert sie nach Ihren Preisen: derzeit von Hackschnitzel mit 4,71 ct bis Wasserstoff mit 31,70 ct. Die Wärmepumpe Luft/Wasser liegt mit 10,88 ct auf Rang 7.

Tragen Sie Ihre Preise ein

kWh/Jahr
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus braucht 15.000–25.000 kWh Wärme im Jahr. Der Heizkosten-Rechner ermittelt Ihren Wert aus Fläche und Dämmung.
Vollkosten je Energieträger bei 20.000 kWh nutzbarer Wärme im Jahr
Rang Energieträger Preis ct je kWh nutzbar Kosten/Jahr CO₂/Jahr in Kilogramm, gerechnet aus der Endenergie
1 Hackschnitzel (W30) η 85 % € / Schüttraummeter 4,71 941 € 518 kg
2 Scheitholz (Buche, lufttrocken) η 80 % € / Raummeter 6,55 1.310 € 625 kg
3 Flüssiggas (Propan) η 94 % € / kg 9,48 1.897 € 5.766 kg
4 Erdgas H η 95 % € / m³ 10,32 2.065 € 5.200 kg
5 Holzpellets (ENplus A1) η 90 % € / Tonne 10,54 2.107 € 600 kg
6 Erdgas L η 95 % € / m³ 10,76 2.152 € 5.200 kg
7 Wärmepumpe Luft/Wasser € / kWh Strom 10,88 2.176 € 2.388 kg
8 Heizöl EL η 92 % € / Liter 18,62 3.723 € 6.913 kg
9 Wasserstoff η 90 % € / kg 31,70 6.340 € 0 kg

So wird gerechnet ct je kWh = Preis ÷ (Heizwert je Einheit × Wirkungsgrad η) Wärmepumpen-Zeile: ct je kWh = Strompreis ÷ Jahresarbeitszahl CO₂ je Jahr = Emissionsfaktor je kWh Endenergie × Endenergie

Wie die Formel zustande kommt

Der Wirkungsgrad η steht im Nenner, weil er abbildet, dass eine Pelletheizung rund 90 %, ein Scheitholzkessel nur 80 % der eingekauften Energie in Raumwärme umsetzt. CO₂ umfasst Verbrennung plus Vorkette. Die Emissionsfaktoren gelten je Kilowattstunde eingekaufter Energie; die Jahresmenge in der letzten Spalte ist deshalb Faktor × Endenergie, und je Kilowattstunde Wärme gilt Faktor ÷ Wirkungsgrad.

Für die Wärmepumpe gilt dieselbe Formel eine Stufe weiter: Strom hat keinen Heizwert, eine Kilowattstunde Strom ist eine Kilowattstunde Endenergie — an die Stelle des Heizwerts tritt die Jahresarbeitszahl, und aus der Formel wird damit Strompreis ÷ JAZ. Beim CO₂ gilt dieselbe Regel wie bei den Kesselzeilen: Der Faktor ist der Emissionsfaktor des deutschen Strommix je Kilowattstunde Strom (406 g/kWh), und die Jahresarbeitszahl steht an der Stelle des Wirkungsgrads. Je Kilowattstunde Wärme sind das 119 g gegenüber 346 g bei Heizöl.

Woher die Preise kommen

Alle Preise brutto (inkl. MwSt.). Holzpellets (Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) / DEPV, Stand Oktober 2026) und Heizöl EL (Europäische Kommission, Weekly Oil Bulletin, Stand Oktober 2026) stammen aus laufend aktualisierten Datenquellen; die übrigen 6 Preise sowie die Wirkungsgrade der Kessel sind Richtwerte der Redaktion (Stand Juli 2026) und weichen regional ab. Für belastbare Zahlen tragen Sie Ihre eigenen Angebote ein — die Rangfolge rechnet sich sofort neu.

Woher die Zahlen der Wärmepumpen-Zeile kommen

Strom hat keinen Heizwert: 1 kWh Strom ist Endenergie, die Jahresarbeitszahl sagt, wie viel Wärme daraus wird. JAZ 3,4 als Feldmesswert (Einzelwerte 2,6–4,9), gemessen als Erzeugerarbeitszahl — die tatsächliche Jahresstromrechnung liegt wegen Speicher- und Verteilverlusten darüber. Gerechnet wird mit 37,0 ct je Kilowattstunde Haushaltsstrom (BDEW-Strompreisanalyse 08/2026, Stand August 2026) — ein Stichtagswert aus einer Erhebung und ausdrücklich kein laufend abgerufener Tagespreis. Die Arbeitszahl ist ein Feldmesswert: Fraunhofer ISE, Abschlussbericht „WP-QS im Bestand“, Kap. 5.3.1 — Erzeugerarbeitszahl (Bilanzgrenze 3: ohne Speicher- und Verteilverluste, ohne Heizkreispumpen), Stand November 2025 ; 49 ausgewertete Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern (55 vermessen), Messung im 30-Sekunden-Takt, Hauptauswertungsjahr 2024. Der CO₂-Wert folgt dem Emissionsfaktor des deutschen Strommix je Kilowattstunde Strom, geteilt durch die Arbeitszahl der Zeile: Umweltbundesamt, CLIMATE CHANGE 16/2026, Tabelle 1 — THG-Emissionsfaktor des deutschen Strommix inkl. Vorketten, in g CO₂-Äquivalenten. Stand: 2025 (vorläufig), veröffentlicht März 2026. Mit einem Wärmepumpentarif oder einer selbst gemessenen Arbeitszahl verschiebt sich die Zeile deutlich — Preis und JAZ lassen sich direkt in der Tabelle überschreiben.

Heizwert, Wirkungsgrad, Vollkosten — die drei Ebenen

Ein fairer Vergleich braucht drei Größen. Erstens den Heizwert je Handelseinheit: Er sagt, wie viel Energie überhaupt drinsteckt. Zweitens den Wirkungsgrad der Anlage: Ein Brennwertkessel holt mehr aus demselben Brennstoff als ein Konstanttemperaturkessel. Drittens den Preis. Erst das Produkt aus allen dreien ergibt die Kosten je Kilowattstunde Raumwärme, die im Rechner in der Spalte „ct je kWh“ steht.

Eine Zeile der Tabelle ist kein Brennstoff: Strom wird nicht verbrannt, er hat keinen Heizwert und keinen Wirkungsgrad. Dort fallen die ersten beiden Ebenen zusammen — eine Kilowattstunde Strom ist eine Kilowattstunde Endenergie, und wie viel Wärme daraus wird, sagt die Jahresarbeitszahl. Aus „Preis ÷ Heizwert ÷ Wirkungsgrad“ wird damit „Strompreis ÷ JAZ“. Deshalb heißt die Spalte in der Tabelle Energieträger und nicht Brennstoff. Die Arbeitszahl streut von allen Zahlen dieser Seite am stärksten, sie ist in der Tabelle darum genauso editierbar wie die Preise; Herkunft und Bandbreite der Feldmesswerte stehen auf der Seite Strom und Wärmepumpe.

Alle Preise sind brutto (inkl. MwSt.) angesetzt. Holzpellets (Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) / DEPV, Stand Oktober 2026) und Heizöl EL (Europäische Kommission, Weekly Oil Bulletin, Stand Oktober 2026) kommen aus laufend aktualisierten Datenquellen, die übrigen 6 Brennstoffpreise und alle Heizwerte sind Richtwerte mit Stand Juli 2026. Der Strompreis ist ein dritter Fall: 37,0 ct je Kilowattstunde nach BDEW-Strompreisanalyse 08/2026, Stand August 2026 — ein Stichtagswert aus einer Erhebung, kein laufend abgerufener Tagespreis und kein Richtwert der Redaktion. Die Arbeitszahl derselben Zeile ist ein Feldmesswert: Fraunhofer ISE, Abschlussbericht „WP-QS im Bestand“, Kap. 5.3.1 — Erzeugerarbeitszahl (Bilanzgrenze 3: ohne Speicher- und Verteilverluste, ohne Heizkreispumpen), Stand November 2025; 49 ausgewertete Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern (55 vermessen), Messung im 30-Sekunden-Takt, Hauptauswertungsjahr 2024. Ihr CO₂-Faktor ist der Emissionsfaktor des deutschen Strommix je Kilowattstunde Strom (406 g/kWh, Stand 2025 (vorläufig), veröffentlicht März 2026); je Kilowattstunde Wärme sind das nach Teilung durch die Arbeitszahl 119 g. Weil Energiepreise stark schwanken, sind alle Preisfelder editierbar — tragen Sie die Zahlen aus Ihren eigenen Angeboten ein, dann rechnet der Vergleich mit Ihrer Realität.

Worauf sich die CO₂-Spalte bezieht

Die Emissionsfaktoren dieser Website gelten je Kilowattstunde eingekaufter Energie — bei einem Brennstoff je Kilowattstunde Brennstoff einschließlich Vorkette, bei der Wärmepumpe je Kilowattstunde Strom. Die Spalte „CO₂/Jahr“ in der Tabelle ist deshalb Faktor × Endenergie und enthält die Verluste der Anlage; sie passt damit zur Spalte „Kosten/Jahr“, die ebenfalls die eingekaufte Menge bezahlt. Je Kilowattstunde Wärme — also Faktor geteilt durch Wirkungsgrad beziehungsweise Arbeitszahl — stehen Wasserstoff 0 g, Hackschnitzel 26 g, Holzpellets 30 g, Scheitholz 31 g, Wärmepumpe Luft/Wasser 119 g, Erdgas H 260 g, Erdgas L 260 g, Flüssiggas 288 g und Heizöl EL 346 g. Das ist eine andere Frage als die nach den Kosten, und die Antwort bewegt sich mit der Arbeitszahl: Je Kilowattstunde Wärme wird die Wärmepumpe mit jedem Zehntel JAZ sauberer.

Häufige Fragen

Welcher Energieträger ist am günstigsten?

Gemessen am Preis je nutzbarer Kilowattstunde ergibt sich mit den vorbelegten Endkundenpreisen brutto (inkl. MwSt.) diese Reihenfolge: Hackschnitzel 4,71 ct, Scheitholz 6,55 ct, Flüssiggas 9,48 ct, Erdgas H 10,32 ct, Holzpellets 10,54 ct, Erdgas L 10,76 ct, Wärmepumpe Luft/Wasser 10,88 ct, Heizöl EL 18,62 ct und Wasserstoff 31,70 ct. Am günstigsten heizt damit Hackschnitzel, am teuersten Wasserstoff. Die Wärmepumpe Luft/Wasser steht in dieser Rechnung auf Rang 7 von 9: Bei ihr lautet die Formel Strompreis geteilt durch Jahresarbeitszahl, nicht Preis geteilt durch Heizwert. Der genaue Rang hängt vom Tagespreis, der Liefermenge und der Region ab, beim Strom zusätzlich vom Tarif und von der Arbeitszahl der Anlage — deshalb lassen sich im Rechner alle Preise und die Arbeitszahl überschreiben.

Warum reicht der Literpreis für den Vergleich nicht?

Ein Liter Heizöl, ein Kubikmeter Gas und ein Kilogramm Pellets enthalten völlig unterschiedlich viel Energie. Erst der Preis je Kilowattstunde macht sie vergleichbar. Und weil eine Pelletheizung rund 90 %, ein Scheitholzkessel nur 80 % der eingekauften Energie in Raumwärme umsetzt, rechnet dieser Vergleich zusätzlich mit dem Wirkungsgrad — also der wirklich im Raum ankommenden Wärme. Beim Strom gibt es nichts umzurechnen, weil eine Kilowattstunde Strom bereits eine Kilowattstunde Endenergie ist: An die Stelle von Heizwert und Wirkungsgrad tritt dort die Jahresarbeitszahl, die sagt, wie viel Wärme aus dieser Kilowattstunde wird.

Sind die Anschaffungskosten der Heizung enthalten?

Nein. Der Vergleich zeigt reine Energiekosten. Eine Pelletheizung ist in der Anschaffung deutlich teurer als eine Gastherme, und beim Brennstoff liegen beide derzeit praktisch gleichauf (Holzpellets 10,54 ct, Erdgas H 10,32 ct je nutzbarer Kilowattstunde). Für die Wärmepumpe Luft/Wasser gilt dasselbe in noch größerem Maßstab: Anschaffung, Heizkörper oder Flächenheizung, gegebenenfalls ein zweiter Zählpunkt und die Förderung stehen in keiner Spalte dieser Tabelle. Ob sich der höhere Anschaffungspreis rechnet, entscheidet sich deshalb über Förderung, Wartung und die künftige Preisentwicklung — nicht über die heutigen Energiekosten allein.