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Heizöl · Vorrat und Reichweite

Wie lange reicht mein Heizöl?

„Reicht das Öl noch bis zum Frühjahr?“ — die Frage lässt sich in einer Minute beantworten: Restmenge durch den durchschnittlichen Monatsverbrauch teilen. Ein Detail entscheidet dabei alles: Im Winter fließt ein Vielfaches der Sommermenge.

1 Liter Heizöl
≈ 10,0 kWh
Voller 3.000-l-Tank
≈ 30 MWh
Winter vs. Sommer
3–4 ×
Nachbestellen ab
< 2 Monaten

Um die Reichweite abzuschätzen, brauchen Sie nur zwei Zahlen: die Restmenge im Tank und Ihren Jahresverbrauch. Die einfache Faustformel lautet: Reichweite in Monaten = Restmenge ÷ (Jahresverbrauch ÷ 12). Sie rechnet den Verbrauch gleichmäßig übers Jahr — der reale Verlauf ist stark saisonal, dazu unten mehr.

In drei Schritten
  • Restmenge ablesen — Peilstab oder Anzeige, in Litern.
  • Jahresverbrauch kennen — aus der letzten Lieferung oder dem Verbrauchsrechner.
  • Teilen: Restmenge ÷ (Jahresverbrauch ÷ 12) = Monate — im Winter großzügig abrunden.

Reichweite nach Restmenge und Jahresverbrauch

Die Tabelle zeigt, wie viele Monate eine bestimmte Restmenge bei gleichmäßigem Verbrauch reicht. In der Heizsaison sollten Sie den Wert deutlich niedriger ansetzen, außerhalb höher.

Reichweite in Monaten bei gleichmäßigem Verbrauch übers Jahr gerechnet
Jahresverbrauch 1.000 l im Tank2.000 l im Tank3.000 l im Tank
1.500 l/Jahr 8,0 Mon.16,0 Mon.24,0 Mon.
2.500 l/Jahr 4,8 Mon.9,6 Mon.14,4 Mon.
3.500 l/Jahr 3,4 Mon.6,9 Mon.10,3 Mon.

Achtung Saison Diese Zahlen gelten für den Jahresdurchschnitt. Von Dezember bis Februar verbraucht ein Haus grob das Drei- bis Vierfache des Monatsmittels — 2.000 Liter, die rechnerisch neun Monate reichen, können im tiefen Winter in gut zwei Monaten weg sein. Deshalb bei der Bestellung immer den kältesten Fall annehmen.

Heizöltank im Keller mit Füllstandsanzeige und Entnahmeleitung
Die Füllstandsanzeige zeigt die Restmenge — für die Reichweite zählt der Wert in Litern, nicht die Prozentangabe des Nennvolumens.

Schritt 1: Wie viel Öl ist noch im Tank?

Oberirdische Tanks haben meist eine mechanische oder elektronische Anzeige. Wo sie fehlt, hilft ein Peilstab: bis zum Boden eintauchen, die benetzte Höhe in Zentimetern ablesen und mit der Tanktabelle des Herstellers in Liter umrechnen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Nennvolumen und nutzbarer Menge: Ein 3.000-Liter-Tank darf aus Sicherheitsgründen oft nur zu rund 95 Prozent befüllt werden, und die letzten Zentimeter über dem Saugrohr lassen sich nicht mehr entnehmen.

Schritt 2: Den Jahresverbrauch kennen

Die zweite Zahl ist Ihr Jahresverbrauch. Am genauesten steht er auf den Lieferscheinen der letzten Jahre. Wer neu im Haus ist oder den Wert schätzen möchte, nutzt den Heizölverbrauch-Rechner: Er ermittelt den Liter-Bedarf aus Wohnfläche und Dämmzustand und rechnet ihn auf Wunsch in Kilowattstunden um.

Schritt 3: In Kilowattstunden gedacht

Für den Vergleich mit Gas oder Pellets hilft die Umrechnung in Energie: Ein Liter Heizöl EL enthält einen Heizwert von rund 10,0 kWh. Ein voller 3.000-Liter-Tank entspricht damit etwa 30.000 kWh — so viel Energie, wie ein durchschnittliches Einfamilienhaus in einem Jahr fürs Heizen und Warmwasser braucht. Die vollständige Umrechnung Liter ↔ Kilogramm ↔ kWh steht unter Heizwert Heizöl.

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Den Jahresbedarf nach Fläche und Dämmung rechnet der Heizölverbrauch-Rechner aus. Alle Kennwerte von Heizöl EL — Heizwert, Brennwert, Dichte — stehen unter Heizwert Heizöl, und wie Heizöl im Preis je Kilowattstunde gegen andere Energieträger abschneidet, zeigt der Brennstoff-Vergleich.

Häufige Fragen zur Reichweite

Wie lange reicht ein voller Heizöltank?

Das hängt am Jahresverbrauch. Ein Einfamilienhaus mit rund 2.500 Litern pro Jahr kommt mit einem vollen 3.000-Liter-Tank gut ein Jahr aus — allerdings nur gleichmäßig gerechnet. Weil im Winter drei- bis viermal so viel Öl fließt wie im Sommer, ist ein Tank, der Ende September noch zu einem Drittel voll ist, in einem strengen Januar schnell leer. Als Faustformel gilt: Reichweite in Monaten = Restmenge geteilt durch den Monatsdurchschnitt (Jahresverbrauch ÷ 12).

Wie viel Heizöl verbraucht ein Einfamilienhaus im Jahr?

Je nach Dämmzustand zwischen etwa 1.500 Litern (saniert) und über 3.500 Litern (unsaniert) für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Grob gilt die Faustregel 10 bis 15 Liter je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr im Altbau, deutlich weniger im sanierten Haus. Ihren konkreten Wert nach Fläche und Dämmung rechnet der Heizölverbrauch-Rechner aus.

Wie lese ich den Füllstand am Heizöltank ab?

Bei oberirdischen Tanks über ein mechanisches oder elektronisches Anzeigegerät oder mit einem Peilstab: Der Stab wird bis zum Boden eingetaucht, die benetzte Höhe in Zentimetern abgelesen und über die Tanktabelle des Herstellers in Liter umgerechnet. Wichtig ist, dass die Anzeige die tatsächliche Restmenge zeigt und nicht die Prozent des Nennvolumens — viele Tanks dürfen aus Sicherheitsgründen nur zu etwa 95 Prozent gefüllt werden.

Wann sollte ich Heizöl nachbestellen?

Sinnvoll ist eine Bestellung, solange noch ein Puffer von mehreren Wochen im Tank ist — also nicht erst bei der letzten Reserve. Zwei Gründe: Erstens sind Lieferzeiten in der kalten Jahreszeit länger, zweitens lässt sich mit etwas Vorlauf ein günstiger Preistag abwarten. Als Orientierung: nachbestellen, wenn die Reichweite unter rund zwei Monate sinkt.

Wie rechne ich Heizöl-Liter in Kilowattstunden um?

Ein Liter Heizöl EL enthält einen Heizwert von rund 10,0 kWh. Multiplizieren Sie die Literzahl also mit 10,0: Ein voller 3.000-Liter-Tank entspricht etwa 30.000 kWh. Diese Zahl ist praktisch, um Heizöl mit Gas oder Pellets zu vergleichen, die ohnehin in Kilowattstunden abgerechnet werden.