Pellets · Aktuelle Preise
Pelletpreise aktuell: was eine Tonne kostet
Pelletpreise vergleicht man nicht am Preis je Tonne, sondern am Preis je Kilowattstunde. Hier steht, wie die Preise zustande kommen, warum sich alles auf 6 Tonnen bezieht und woran Sie ein gutes Angebot erkennen.
- Referenzmenge
- 6 Tonnen
- 1 Tonne
- 4.900 kWh
- Mengenstaffel
- bis 10 %
- Bedarf EFH
- 4–6 t/Jahr
Der Pelletpreis wird in Deutschland fast immer nach demselben Muster angegeben: Euro je Tonne, bei einer Abnahme von 6 Tonnen, eingeblasen und inklusive Lieferung. Achten Sie dabei auf einen wichtigen Unterschied: Der offizielle DEPV-Index weist Nettopreise aus, Angebote an Privathaushalte dagegen enthalten die Mehrwertsteuer. Wer zwei Angebote vergleicht, prüft also zuerst Menge, Qualität und Steuerausweis — und rechnet dann auf den Preis je Kilowattstunde um.
- Referenz: Preis je Tonne bei 6 t Abnahme, eingeblasen, inkl. Lieferung.
- Netto oder brutto? Der DEPV-Index ist netto, Händlerangebote an Privatkunden sind brutto — der Unterschied beträgt im aktuellen Datensatz 7 Prozent Mehrwertsteuer.
- Umrechnung: 1 Tonne ENplus A1 ≈ 4.900 kWh → Preis je kWh = €/t ÷ 4.900.
- Lose Pellets sind günstiger als Sackware.
- Regional schwankt das Preisniveau um 20 bis 40 € je Tonne.
Aktueller Pelletpreis
Stand Oktober 2026Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) im Auftrag des DEPV — DEPV-Pelletpreis für Lieferverträge, Erhebungszeitraum endet am 15. des Monats. Angegeben ist der Durchschnittspreis für eine Tonne ENplus A1, eingeblasen, Lieferung im Umkreis von 50 km, inklusive aller Nebenkosten, netto. Abgerufen am 25.10.2026. Alle Angaben ohne Gewähr — maßgeblich ist stets das Angebot Ihres Händlers.
Pelletpreis-Rechner: Was kostet Ihre Lieferung?
Tragen Sie Ihren Angebotspreis je Tonne ein — der Rechner zeigt die Gesamtkosten, den Energieinhalt und den entscheidenden Wert: den Preis je Kilowattstunde.
So wird gerechnet: Eine Tonne ENplus-A1-Pellets enthält rund 4.900 kWh. Preis je kWh = Preis je Tonne ÷ 4.900 × 100. Für die tatsächlichen Heizkosten kommt noch der Nutzungsgrad der Anlage hinzu (moderne Pelletkessel rund 90 %) — das rechnet der Heizkosten-Rechner mit. Das Öl-Äquivalent rechnet mit 10,0 kWh je Liter Heizöl. Preis brutto (inkl. MwSt.): voreingestellt sind 465,00 € je Tonne, Stand Oktober 2026 — tragen Sie Ihr eigenes Angebot ein.
Warum sich alles auf 6 Tonnen bezieht
Sechs Tonnen Pellets entsprechen ungefähr dem Jahresbedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses und füllen einen Silowagen wirtschaftlich sinnvoll aus. Damit Angebote überhaupt vergleichbar bleiben, hat sich diese Menge als Referenz etabliert: Wenn Sie irgendwo einen Durchschnittspreis für Holzpellets lesen, ist fast immer der Preis für lose Ware bei Abnahme von 6 Tonnen inklusive MwSt. gemeint.
Die Mengenstaffel
Der Transport macht einen erheblichen Teil des Preises aus. Deshalb sinkt der Preis pro Tonne, je mehr auf einmal geliefert wird:
| Liefermenge | Preis je Tonne | Warum |
|---|---|---|
| 3 Tonnen | +8 bis +12 % | Kleine Menge, gleiche Anfahrt — der Transport verteilt sich auf weniger Tonnen. |
| 5 Tonnen | +2 bis +4 % | Knapp unter der Referenzmenge, leichter Aufschlag. |
| 6 Tonnen | Referenz | Die Standardmenge, auf die sich fast alle Preisangaben beziehen. |
| 12 Tonnen | −3 bis −6 % | Ein voller Silozug, deutlich bessere Auslastung. |
| 26 Tonnen | −6 bis −10 % | Komplette Sattelzuglieferung, oft an Sammelbesteller. |
Daraus folgt ein einfacher Hebel: Wer mit Nachbarn zusammen bestellt und auf 12 oder mehr Tonnen kommt, senkt den Preis je Tonne spürbar — vorausgesetzt, der Lagerraum reicht.
Lose Pellets oder Sackware?
Lose Holzpellets werden per Silowagen ins Lager eingeblasen — ohne Verpackung, ohne Abfüllung, ohne Handling. Das ist die günstigste Form und für jede Zentralheizung die Standardlösung. Sackware zu 15 kg auf Palette kostet je Tonne deutlich mehr, ist aber sinnvoll, wenn kein Lagerraum vorhanden ist oder nur ein Pelletofen im Wohnraum versorgt wird. Rechnen Sie Sackware immer auf €/t hoch, bevor Sie vergleichen: Ein 15-kg-Sack für 6 € entspricht 400 € je Tonne.
Was den Preis beeinflusst
| Faktor | Wirkung | Hintergrund |
|---|---|---|
| Jahreszeit | Sommer meist günstiger | Im Frühjahr und Sommer ist die Nachfrage niedrig, die Werke produzieren auf Lager. Ab Oktober ziehen die Preise typischerweise an. |
| Liefermenge | bis 10 % Unterschied | Je mehr Tonnen pro Anfahrt, desto geringer der Transportanteil je Tonne. Sammelbestellungen mit Nachbarn nutzen genau das. |
| Region | 20–40 € je Tonne | In waldreichen Regionen mit vielen Presswerken (Bayern, Baden-Württemberg) liegt das Preisniveau meist unter dem in Norddeutschland. |
| Entfernung zum Werk | Transportanteil | Pellets sind schwer und relativ günstig — der Transport schlägt spürbar durch. Regionale Anbieter sind deshalb oft im Vorteil. |
| Darreichungsform | Sackware deutlich teurer | Abgesackte Ware kostet Verpackung und Handling; lose Ware per Silowagen ist die günstigste Form. |
| Qualität | gering, aber relevant | ENplus A1 kostet etwas mehr als A2 — der Aufpreis lohnt wegen des geringeren Aschegehalts fast immer. |
| Energiemarkt | indirekt | Steigen Öl- und Gaspreise, wechseln mehr Haushalte auf Pellets — die Nachfrage und damit der Preis ziehen mit. |
Regionale Unterschiede
Das Preisniveau unterscheidet sich innerhalb Deutschlands deutlich. In Bayern und Baden-Württemberg mit hoher Presswerksdichte liegen die Preise meist unter dem Bundesschnitt, in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Teilen von Nordrhein-Westfalen häufig darüber. Der Grund ist der Transport: Pellets sind schwer und im Verhältnis günstig, jeder zusätzliche Kilometer schlägt durch. Für die Praxis heißt das: Holen Sie Angebote von Anbietern im eigenen Landkreis ein, nicht nur von überregionalen Portalen.
Qualität: ENplus A1 lohnt fast immer
Zertifizierte ENplus-A1-Pellets kosten etwas mehr als A2-Ware, liefern aber garantiert mindestens 4,6 kWh je Kilogramm bei maximal 0,7 Prozent Asche. Der geringe Aufpreis rechnet sich über weniger Ascheentleerung und störungsfreieren Betrieb. Alle Kennwerte stehen unter Heizwert Pellets.
So vergleichen Sie zwei Angebote richtig
- Beide auf dieselbe Menge normieren (idealerweise 6 t).
- Prüfen, ob Lieferung inklusive ist und ob eine Einblaspauschale extra berechnet wird — sie macht bei kleinen Mengen mehrere Euro je Tonne aus.
- Prüfen, ob der Preis inklusive Mehrwertsteuer ist.
- Auf gleiche Qualität achten (ENplus A1 gegen A1, nicht gegen A2).
- Mit dem Rechner oben auf ct je kWh umrechnen — erst diese Zahl ist vergleichbar.
- Ergebnis im Brennstoff-Vergleich gegen Öl, Gas und Scheitholz halten.
Preisentwicklung: warum die Preise schwanken
Die Preisentwicklung bei Holzpellets in Deutschland folgt keinem Zufall, sondern drei wiederkehrenden Mustern. Erstens der Saison: Im Sommer ist die Nachfrage niedrig, ab Herbst steigen die Preise typischerweise. Zweitens der Rohstofflage — Pellets entstehen aus Säge- und Hobelspänen, also aus Nebenprodukten der Sägewerke. Läuft die Bauwirtschaft schwach, fällt weniger Restholz an, und der Pelletsmarkt reagiert mit steigenden Preisen. Drittens dem Wettbewerb der Energieträger: Ziehen Öl und Gas an, wechseln mehr Haushalte zur Pelletheizung.
Wer die eigene Lage einordnen will, vergleicht den Durchschnittspreis pro Tonne im Vergleich zum Vorjahr und zur laufenden Saison. Der Verlauf oben zeigt genau das: Gegenüber Oktober2025 liegt der Preis aktuell um 26,9 Prozent höher. Die offizielle Zeitreihe führt das Deutsche Pelletinstitut; sie zeigt, dass Ausschläge nach oben meist innerhalb einer Heizsaison wieder abgebaut werden. Für die eigene Entscheidung ist die absolute Zahl ohnehin weniger wichtig als der Preis je Kilowattstunde im direkten Vergleich zu Heizöl und Erdgas — genau das leistet der Brennstoff-Vergleich.
Rechenbeispiel: 5 Tonnen lose Pellets
Was kosten 5 Tonnen lose Pellets? Der Bundesdurchschnitt liegt aktuell bei 464,60 € pro Tonne brutto (6 t). Für 5 Tonnen liegt der Preis erfahrungsgemäß rund 3 Prozent höher, also bei etwa 479 €/t. Das ergibt rund 2.393 € gesamt für 24.500 kWh — etwa 9,77 ct je Kilowattstunde. Dieselbe Energiemenge als Sackware kostet je Tonne Holzpellets spürbar mehr. Den Wert für Ihr konkretes Angebot berechnen Sie oben im Pelletrechner.
Häufige Fragen zu Pelletpreisen
Was kostet eine Tonne Pellets?
Im Oktober 2026 lag der bundesweite Durchschnitt bei 434,21 Euro je Tonne netto (464,60 Euro brutto) für die Referenzmenge von 6 Tonnen ENplus A1, eingeblasen und inklusive Lieferung. Das entspricht rund 9,48 Cent je Kilowattstunde brutto. Die Zahl stammt vom Deutschen Pelletinstitut und wird monatlich neu erhoben; regional und je nach Liefermenge weicht sie um mehrere Prozent ab.
Warum beziehen sich Pelletspreise immer auf 6 Tonnen?
Sechs Tonnen sind die im Handel etablierte Referenzmenge: Sie entsprechen ungefähr dem Jahresbedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses und füllen einen Silowagen sinnvoll aus. Damit Angebote vergleichbar bleiben, nennen Händler und Statistiken den Preis je Tonne bei Abnahme von 6 Tonnen inklusive MwSt. Wer weniger bestellt, zahlt pro Tonne mehr.
Sind lose Pellets günstiger als Sackware?
Ja, deutlich. Lose Holzpellets werden per Silowagen eingeblasen und sparen Verpackung, Abfüllung und Handling. Sackware auf Palette kostet je Tonne spürbar mehr und lohnt vor allem dort, wo kein Lagerraum für lose Ware vorhanden ist — etwa beim Pelletofen im Wohnraum statt einer Zentralheizung.
Wann kauft man Pellets am günstigsten?
Klassischerweise im Frühjahr und Sommer: Die Heizsaison ist vorbei, die Nachfrage niedrig, und die Presswerke produzieren auf Lager. Ab Oktober steigt die Nachfrage und mit ihr meist der Preis. Wer Lagerplatz hat, bestellt daher außerhalb der Saison und profitiert zusätzlich von der Mengenstaffel.
Wie vergleiche ich Pelletangebote richtig?
Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis je Kilowattstunde um: Preis je Tonne geteilt durch 4.900 kWh. Achten Sie darauf, dass alle Angebote dieselbe Menge, dieselbe Qualität (ENplus A1) und dieselbe Leistung enthalten — also Lieferung, Einblasen und Mehrwertsteuer. Ein scheinbar günstiges Angebot ohne Lieferung ist am Ende oft teurer.
Steigen die Pelletpreise aktuell?
Pelletspreise schwanken saisonal und je nach Rohstofflage. Typisch ist ein Tief im Frühjahr und Sommer und ein Anstieg zum Beginn der Heizsaison im Herbst. Ob die Preise gerade steigen oder fallen, zeigen die laufend aktualisierten Zeitreihen des Deutschen Pelletinstituts und der Preisportale — diese Seite erklärt die Systematik dahinter, nennt aber bewusst keine Tagespreise, die schnell veralten.
Was kostet eine Tonne Pellets im Vergleich zu Heizöl und Erdgas?
Eine Tonne Pellets enthält rund 4.900 kWh und entspricht damit etwa 490 Litern Heizöl oder 471 Kubikmetern Erdgas. Bei 464,60 Euro je Tonne brutto (inkl. MwSt.) liegt der Pelletpreis bei rund 9,48 Cent je Kilowattstunde; Heizöl kommt auf 17,13 Cent und Erdgas H auf 9,81 Cent — jeweils reiner Brennstoffpreis ohne Kesselverluste. Am niedrigsten liegt der Preis je Kilowattstunde damit derzeit bei Holzpellets. Weil sich alle drei Preise laufend ändern, rechnet der Brennstoff-Vergleich sie mit Ihren eigenen Zahlen und zusätzlich mit dem Wirkungsgrad gegeneinander.
Wie viele Pellets brauche ich für 3.000 Liter Heizöl?
Rund 6,3 Tonnen — also etwa die Referenzmenge, auf die sich die Preisangaben hier beziehen. Gerechnet ist das über die nutzbare Wärme, nicht über den reinen Heizwert: 3.000 Liter Heizöl ergeben bei 92 Prozent Nutzungsgrad etwa 27.600 kWh Wärme, und dieselbe Wärme liefert ein Pelletkessel mit 90 Prozent aus 6,3 Tonnen. Wer nur Heizwerte gegeneinander stellt, rechnet sich die Umstellung zu günstig.
Wie viel Pellets braucht ein Einfamilienhaus im Jahr?
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit rund 140 m² und mittlerem Dämmstandard benötigt etwa 4 bis 6 Tonnen Pellets pro Jahr. Das entspricht ungefähr 20.000 bis 29.000 Kilowattstunden Wärme. Genau deshalb hat sich die 6-Tonnen-Lieferung als Referenz etabliert.