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Holz · Brennholz im Vergleich

Bestes Brennholz

Welches Holz ist das beste Brennholz? Die ehrliche Antwort hängt davon ab, worauf Sie schauen — auf das Kilogramm oder auf den Raummeter. Weil Brennholz nach Raummeter verkauft wird, zählt in der Praxis fast immer die zweite Zahl.

Spitze (Robinie)
2.201 kWh/rm
Buche
2.100 kWh/rm
Fichte
1.600 kWh/rm
Zielfeuchte
< 20 %

„Bestes Brennholz" ist keine feste Rangliste, sondern eine Frage der Bezugsgröße. Je Kilogramm haben Nadelhölzer den höheren Heizwert — ihr Harz bringt zusätzliche Energie mit. Je Raummeter gewinnen dagegen die schweren Laubhölzer, weil in dasselbe Scheitvolumen deutlich mehr Holzmasse passt. Und weil Brennholz nach Raummeter, Ster oder Schüttraummeter gehandelt wird, ist genau das die Zahl, die beim Kauf zählt.

Die Kurzfassung
  • Meiste Energie je Raummeter: Robinie, Eiche, Buche, Esche.
  • Bester Allrounder: Buche — ruhiges Feuer, wenig Funken, gut verfügbar.
  • Längste Glut: Eiche und Robinie.
  • Gutes Anheizholz: Fichte, Kiefer, Lärche — schnell trocken, leicht zündend.
  • Wichtiger als die Art: unter 20 % Wassergehalt. Nasses Edelholz heizt schlechter als trockene Fichte.

Brennholz-Rangliste nach Energie je Raummeter

Alle Werte gelten für lufttrockenes Scheitholz bei 20 % Wassergehalt und stammen aus derselben Datenbasis wie unser Holz-Rechner. Sortiert ist nach dem Energiegehalt je Raummeter — der für den Brennholzkauf entscheidenden Größe.

Heizwert der Holzarten je Kilogramm und je Raummeter bei 20 % Wassergehalt
Holzart Art kWh/kg kWh/rm Glut Eignung
Robinie Laubholz 4,1 2.201 lang Höchste Dichte der heimischen Arten, sehr hoher Energiegehalt je Raummeter.
Esche Laubholz 4,1 2.101 lang Brennt auch bei etwas höherer Restfeuchte gut, leicht zu spalten.
Buche Laubholz 4,0 2.100 lang Der Klassiker: ruhiges Flammbild, wenig Funkenflug, ideal für Kaminöfen.
Eiche Laubholz 4,2 2.098 lang Sehr lange Glut, dafür wenig Flamme. Gut für Grundöfen und Heizkessel.
Birke Laubholz 4,3 1.902 mittel Schönes helles Flammbild durch ätherische Öle, beliebt für offene Kamine.
Lärche Nadelholz 4,4 1.752 mittel Dichtestes Nadelholz, brennt ruhiger als Fichte und Kiefer.
Kiefer Nadelholz 4,4 1.702 kurz Harzreich, zündet leicht — aber Funkenflug, nur für geschlossene Öfen.
Fichte Nadelholz 4,5 1.600 kurz Günstig und schnell trocken, aber starker Funkenflug und rasch abgebrannt.
Tanne Nadelholz 4,4 1.502 kurz Ähnlich wie Fichte, geringste Energiedichte je Raummeter.
Pappel Laubholz 4,1 1.300 kurz Leicht und weich, brennt sehr schnell ab — eher Anzündholz als Heizholz.

Der scheinbare Widerspruch Fichte hat mit 4,5 kWh/kg den höheren Heizwert je Kilogramm als Buche mit 4,0 kWh/kg — je Raummeter liefert Buche mit 2.100 kWh aber gut ein Drittel mehr als Fichte mit 1.600 kWh. Der Grund ist allein die Dichte, nicht die „Qualität" des Holzes.

Mehrere gespaltene Scheite verschiedener Holzarten nebeneinander mit unterschiedlicher Rinde und Maserung
Jede Holzart bringt eine andere Dichte mit — und daran hängt der Energiegehalt je Raummeter, nicht am Heizwert je Kilogramm.

Die Klassiker im Porträt

Buche — der Maßstab

Buche ist das Referenzholz schlechthin: Wenn von „2.100 kWh je Raummeter" die Rede ist, meint man Buche. Sie brennt mit ruhigem Flammbild, wirft kaum Funken und ist fast überall verfügbar. Nach zwei Sommern luftiger Lagerung ist sie trocken. Für den typischen Kaminofen im Wohnzimmer ist Buche die sicherste Wahl.

Eiche und Robinie — die Dauerbrenner

Beide haben die höchste Dichte und damit die längste Glut. Eiche eignet sich hervorragend für Grundöfen und Heizkessel, die über Stunden gleichmäßig Wärme abgeben sollen. Ihr Nachteil: Die enthaltene Gerbsäure macht sie zickig beim Trocknen, sie braucht bis zu drei Jahre. Robinie hat den höchsten Energiegehalt je Raummeter überhaupt, ist aber seltener im Handel.

Birke — das Schmuckholz

Birke liegt beim Energiegehalt im Mittelfeld, punktet aber mit einem hellen, lebhaften Flammbild und einem angenehmen Geruch durch ihre ätherischen Öle. Das macht sie zum beliebten Holz für offene Kamine. Wichtig: Birkenrinde ist wasserdicht, deshalb muss Birke unbedingt gespalten gelagert werden, sonst trocknet sie kaum.

Nadelholz — das unterschätzte Anheizholz

Fichte, Kiefer und Lärche werden zu Unrecht schlechtgeredet. Sie sind günstig, trocknen in einem einzigen Sommer und zünden dank Harz mühelos — ideal, um das Feuer in Gang zu bringen. Nur in den offenen Kamin gehören sie nicht, weil das Harz Funken spritzt. Der Ruß-Mythos stimmt nur für feuchtes Nadelholz; trocken verbrennt es sauber.

Worauf es mehr ankommt als auf die Holzart

Die wichtigste Stellschraube ist nicht die Art, sondern die Trockenheit. Frisch geschlagenes Holz enthält rund 50 Prozent Wasser und liefert nur etwa die Hälfte seiner Energie, weil ein großer Teil der Wärme das enthaltene Wasser verdampft, statt den Raum zu heizen. Eine trockene Fichte schlägt eine nasse Eiche mühelos. Wie viel Energie die Restfeuchte kostet, zeigt die Seite Restfeuchte bei Brennholz; wie Sie zuverlässig auf unter 20 Prozent kommen, steht unter Brennholz trocknen.

Preis-Leistung: nicht der Raummeter zählt, sondern die Kilowattstunde

Ein Raummeter Fichte ist billiger als ein Raummeter Buche — aber er liefert auch weniger Energie. Fair vergleichen lässt sich Brennholz nur über den Preis je Kilowattstunde. Genau das rechnet der Rechner unter Ster, Raummeter und Festmeter aus: Menge und Maß eingeben, und Sie sehen, welches Angebot pro nutzbarer Wärme tatsächlich günstiger ist. Häufig liegen Hart- und Weichholz dabei näher beieinander, als der reine Raummeterpreis vermuten lässt.

Weiterlesen

Die vollständige Wertetabelle aller Holzarten steht unter Heizwert Holz, der Unterschied zum oberen Heizwert unter Brennwert Holz. Wie viel Energie in Ihrem konkreten Holzstapel steckt, rechnet der Holz-Rechner aus, und die Handelsmaße klärt Ster, Raummeter, Festmeter.

Häufige Fragen zum besten Brennholz

Welches Holz hat den höchsten Heizwert?

Je Raummeter — und danach wird Brennholz verkauft — liefern die dichten Laubhölzer am meisten: Robinie und Eiche mit rund 2.201 kWh, dicht gefolgt von Buche und Esche mit etwa 2.100 kWh je Raummeter (bei 20 % Wassergehalt). Je Kilogramm ist es umgekehrt: Da liegen Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer vorn, weil ihr Harz zusätzliche Energie mitbringt. Sie sind aber so viel leichter, dass je Raummeter trotzdem weniger Energie herauskommt.

Ist Buche oder Eiche das bessere Brennholz?

Beide liegen beim Energiegehalt je Raummeter fast gleichauf. Buche gilt als der Allrounder: ruhiges Flammbild, wenig Funkenflug, gut verfügbar und nach zwei Sommern trocken. Eiche brennt mit sehr langer, ruhiger Glut und eignet sich für Grundöfen und Kessel, enthält aber Gerbsäure und braucht deshalb länger zum Trocknen — die ersten Regenmonate sollten die Gerbstoffe auswaschen. Für den normalen Kaminofen ist Buche meist die praktischere Wahl.

Kann man Nadelholz im Kaminofen verbrennen?

Ja, in einem geschlossenen Ofen ohne Weiteres. Fichte, Kiefer und Lärche zünden leicht und geben schnell Wärme ab, sind also gutes Anheizholz. Wegen des Harzes knacken und spritzen sie stärker (Funkenflug), deshalb gehören sie nicht in einen offenen Kamin. Dass Nadelholz den Schornstein „verrußt", ist ein Mythos, der auf feuchtes Holz zurückgeht — trockenes Nadelholz verbrennt sauber.

Welches Brennholz brennt am längsten?

Die dichten Harthölzer Eiche und Robinie halten die Glut am längsten, gefolgt von Buche und Esche. Grund ist die hohe Rohdichte: In demselben Scheitvolumen steckt mehr Holzmasse, die langsamer abbrennt. Nadelhölzer und leichte Laubhölzer wie Pappel sind schnell durch und eignen sich besser zum Anheizen als zum Durchheizen.

Welches Holz eignet sich für den offenen Kamin?

Gut abgelagerte Buche und Birke. Birke sorgt durch ihre ätherischen Öle für ein besonders schönes, helles Flammbild und einen angenehmen Geruch. Wichtig ist, harzreiche Nadelhölzer zu meiden: Sie spritzen Funken, was am offenen Feuer gefährlich ist. Und in jedem Fall gilt: nur Holz unter 20 Prozent Wassergehalt.

Was ist das günstigste Brennholz?

Das entscheidet sich nicht am Preis je Raummeter, sondern am Preis je Kilowattstunde. Nadelholz ist pro Raummeter billiger, liefert aber auch weniger Energie — rechnet man auf die kWh um, liegen Hart- und Weichholz oft näher beieinander, als der Raummeterpreis vermuten lässt. Den fairen Vergleich rechnet der Rechner unter „Ster, Raummeter, Festmeter" aus.